EU-Handelsabkommen

Handelsabkommen

Die Europäische Union hat bereits zahlreiche Abkommen mit Ländern auf allen Kontinenten verabschiedet, die den Handel mit der EU regeln sollen. Das Ziel der Abkommen ist die wirtschaftliche Stellung der EU global zu stärken und Märkte für die Unternehmen leicht zugänglich und transparent zu machen. Gleichzeitig werden durch die Abkommen Standards auf höchstem Niveau auf globaler Ebene durchgesetzt, um den Schutz der Konsumenten zu gewährleisten. Eine Übersicht der Länder, mit denen die EU Verträge abgeschlossen hat, finden Sie hier.

Auf den folgenden Zeilen werden hier regelmäßig die aktuellen Entwicklungen mit ausgewählten Ländern präsentiert:

CETA


Mit CETA werden zwischen der EU und Kanada fast sämtliche Zölle wegfallen, was für Unternehmen in der EU große Zolleinsparungen bedeutet. Davon werden die europäischen Verbraucher in Form von Preissenkungen und einer größeren Auswahl an Importerzeugnissen aus Kanada unmittelbar profitieren.
Darüber hinaus wird das CETA den Dienstleistungsverkehr ankurbeln, neue Marktzugänge schaffen und den Zugang für europäische Dienstleister in Bereichen verbessern, in denen EU-Unternehmen weltweit führend sind - angefangen bei Seeverkehrs-, Telekommunikations- und Ingenieurdienstleistungen bis hin zu Umwelt- und Wirtschaftsprüfungsdienstleistungen. Beide Seiten haben zugesagt, die hohen EU-Standards zu keinem Zeitpunkt zugunsten wirtschaftlicher Interessen zu unterlaufen. Man will gemeinsame Anstrengungen unternehmen, um andere Partner weltweit, insbesondere die Entwicklungsländer, zur Anhebung ihrer jeweiligen Standards zu bewegen.
Am 30. September 2016 wurde CETA von der Kommission unterzeichnet, gefolgt von der Zustimmung des Rates und am 15. Februar 2017 des Europäischen Parlament. Die Kanadische Regierung hat CETA am 16. Mai 2017 ratifiziert. Damit ist CETA vorläufig in Kraft getreten und muss nun von allen zuständigen Regierungen und Parlamenten in der EU abgesegnet werden. Erst danach kann der Vertrag in ganzer Form in Kraft treten.
Umfassende Informationen über CETA finden Sie hier.


JAPAN


Vier Jahre nach Beginn der Verhandlungen, konnten die EU und Japan am 8. Dezember 2017 die Gespräche erfolgreich abschließen. Japan ist nach China der größte Handelspartner im asiatischen Raum. Zusammen repräsentieren die EU und Japan über ein Viertel der weltweiten Wirtschaft. Nachdem die Verhandlungen offiziell beendet sind, wird der Vertragstext juristisch überprüft, bevor er den Mitgliedsländern der EU zur Abstimmung vorgelegt wird.
Mit Inkrafttreten des Vertrags wird der Handel zwischen den beiden Partnern verstärkt. Der Handel der EU mit Japan wird vor allem von den Sektoren Maschinenbau, Elektroindustrie, Medizintechnik, der Automobilbranche und der Chemie dominiert. Dieser Vertrag wird auf globaler Ebene dazu beitragen, dass Standards auf höchstem Niveau eingeführt werden und ein Signal gegen Protektionismus setzen.
Weitere Informationen zum Handelsabkommen mit Japan finden Sie auf den Seiten der Generaldirektion Handel der Europäischen Kommission hier.

Singapur