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25.01.2017, 10:59 Uhr
Handelsausschuss macht Weg für CETA frei


Die Abgeordneten des Internationalen Handelsaus-
schusses des Europäischen Parlaments stimmten gestern für CETA, das Wirtschafts- und Handelsabkommen zwischen Kanada und der EU und gaben damit ein positives Signal für die im Februar stattfindende Abstimmung im Plenum.

Godelieve Quisthoudt-Rowohl, stellvertretende Vorsitzende der parlamentarischen Delegation für die Beziehungen zu Kanada begrüßte das Abstimmungsergebnis und forderte eine rasche Ratifizierung von CETA. "Während der Jahre der CETA - Verhandlungen haben wir alle Anliegen unserer Bürger zu den hohen Standards für Lebensmittelqualität, Verbraucherschutz, staatlicher Souveränität, Öffentlichen Dienstleistungen und vielen andere Fragen berücksichtigt und eingebracht. Dies war möglich, weil Europäer und Kanadier dieselben Werte und ein starkes gegenseitiges Vertrauen teilen.
Je früher wir CETA ratifizieren, desto eher werden unsere Verbraucher, kleine und mittelständische Unternehmen und Investoren davon profitieren ", so Godelieve Quisthoudt-Rowohl.

„Die Ängste, die hierzulande von manchen Globalisierungsgegnern geschürt werden, verstehe ich absolut nicht. Kanada hat 35 Mill., Europa aber hat über 500 Mill. Bürger. Wir haben einen wesentlich größeren Markt. Wovor haben wir Angst?“, so die Europaabgeordnete weiter.

Sie wies darauf hin, das Abkommen im Zusammenhang der sich stetig verändernden Welt zu sehen. "Die Globalisierung wird nicht aufhören, wenn man seine Augen schließt. Wir sollten sie selbst gestalten und dürfen nicht passiv bleiben. Die Logik von CETA ist so einfach wie überzeugend: Mehr Handel bedeutet mehr Wachstum.“

Parallel zu CETA wurde im Ausschuss für auswärtige Beziehungen des Europäischen Parlaments ein weiteres transatlantisches Abkommen diskutiert. Das strategische Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und Kanada (SPA) soll die Basis für eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Umwelt- und Klimawandel, Energie- und Sicherheitsfragen bilden. „Diese Partnerschaft gibt den transatlantischen Beziehungen der EU eine willkommene Stabilität und Sicherheit, zu einer Zeit, in der wir mit etwas Sorge und Ungewissheit auf die neue Regierung in den Vereinigten Staaten schauen. Auf unsere kanadischen Freunde können wir uns verlassen. Insbesondere wenn es um Themen wie Klimawandel und Menschenrechte geht.“ so Quisthoudt-Rowohl während der Ausschusssitzung am Dienstag.